Dienstag, 17. September 2013

Zwischen uns das Meer von Kristin Hannah


Verlag: Ullstein Verlag
Autor: Kristin Hannah


Jolene hat in ihrer Kindheit keine Liebe von den Eltern erfahren, da diese viel zu sehr mit sich selbst und ihren eigenen Probleme beschäftigt waren. Hinzu kamen Alkohol und Streit. Sehr früh mußte Jolene lernen auf eigenen Beinen zu stehen und für sich selbst zu sorgen. Als ihre Eltern dann bei einem Autounfall ums Leben kommen, verschließt sie ihr Herz und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Sie geht zur Army und lässt sich zu Hubschrauberpilotin ausbilden und findet dort ihre neue "Familie" die ihr Halt und Sicherheit gibt. Dort lernt sie auch ihre beste Freundin Tami kennen. Sie heiratet Michael, bekommt zwei wundervolle Kinder und alles scheint perfekt zu sein. Doch Michael zieht sich immer mehr von ihr zurück und flüchtet in die Arbeit. Die Ehe kriselt schon eine ganze Weile als Jolene und Tami ihren Einberufungsbefehl erhalten und für ein Jahr in den Irak müssen. Michael, der nie mit der Berufswahl seiner Frau einverstanden war und diesen Schritt von ihr nicht verstehen konnte, steht auf einmal mit der Verantwortung für beide Kinder alleine da.

Selten habe ich bei einem Buch mit der Protagonistin so wenig sympathisiert wie hier. Meine Sympathie lag hier eindeutig bei Michael und den Kindern. Der Charakter Jolene ist in meinen Augen egoistisch und will immer mit aller Macht ihren Willen durchsetzen. Klar, sie liebt ihre Familie und ist fröhlich, solange sie die Fäden in der Hand hält. Aber wehe etwas läuft nicht nach ihrem Willen, dann stellt sie komplett auf stur. Sie geht überhaupt keinen Kompromiss ein und im Buch ist mir zuviel Patriotismus, damit kann ich mich überhaupt nicht identifizieren. Das ist so typisch amerikanisch geschrieben. Ich bin mir nicht sicher, ob die Autorin das bei mir entstandene Bild so vermitteln wollte. Ich denke sie wollte eine starke, unabhängige Frau zeigen.
Sehr schön hingegen fand ich den Charakter der Freundin Tami. Dies Figur ist in meinen Augen wunderbar gelungen. Wobei der Schreibstil flüssig ist und die Geschichte sich gut liest. Gut fand ich, als beide anfingen, ihre Verangenheit aufzuarbeiten.

Wer auf das typisch Amerikanische steht, auf Ehre, Pflichtgefühl und Patriotismus wird mit diesem Buch seine Freude haben.

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